GLÜCKSFALL GERRY

Gerry hat großes Glück im Unglück !

Aber lesen Sie selbst seine tragische und doch schöne Geschichte…


Dorin, unser langjähriger Mitarbeiter, hat ein Notruftelefon, auf dem ihn die Bevölkerung anrufen kann, wenn ein Hund Hilfe braucht oder unerwünscht ist. An diesem sonnigen Tag, an dem Gerry gerettet werden konnte, kam eben solch ein Anruf. Es sei ein Hund gesichtet wurden, der sich in einem lebensgefährlichen Zustand befand und unter großen Schmerzen litt.

Dorin fuhr umgehend los, um diesen Hund zu retten. Und was fand er vor? Einen großen, wunderschönen Hund, der am Vorderbein mit einer Drahtschlinge gefesselt war… auf diese Art und Weise wollte ihn wohl sein Vorbesitzer los werden.


So traurig es ist, leider kommt es aber hin und wieder vor, dass ältere Hunde von einem Teil der Bevölkerung als nicht mehr lebenswert und brauchbar angesehen werden… Aber glücklicherweise gibt es auch ganz liebe Menschen, die in solchen Fällen dann unser Tierheim anrufen! Das ist doch schon mal ein großer Fortschritt, oder?


Ok, Dorin wollte nun diesen armen Hund retten: aber wie? Gerry stellte sich später zwar als ein ganz Lieber heraus, aber in solch einer aussichtslosen Situation, unter Schmerzen und Todesangst, ist Vorsicht geboten. Nur mit einer kleinen Betäubungsspritze konnte er schmerzfrei und ohne weitere Ängste geborgen werden.

Dorin hatte dennoch große Mühe den schon eingewachsenen Draht aus Gerrys Vorderbein herauszuschneiden, SEHR tief waren die Wunden schon!

Wäre Sommer gewesen, wer weiß, ob nicht schon Fliegenmaden ihren grausamen Beitrag geleistet hätten - doch Gerry hat auch hier Glück im Unglück, die Wunde war zwar sehr tief, aber noch nicht angefressen.


Gerry wurde umgehend in die Tierarztpraxis von Dr. Zidaru / Dr. Visoiu gebracht und medizinisch versorgt. Die Tierheimleitung gab uns Bescheid, wir sollen wegen den Behandlungskosten und der schlechten Prognose bezüglich Erhaltung des Beines dort anrufen.

Gesagt, getan, Dr. Zidaru berichtete uns und er gab uns zu verstehen, dass nur mit langwieriger Behandlung und konsequenter Medikamentengabe eine Rettung des Vorderbeines möglich sein könnte.

Selbstverständlich veranlassten wir die Behandlung und Versorgung und hofften, dass wir das Bein erhalten können. Doch – wie immer – waren die Kosten für die Behandlung ein Problem. ABER dank zwei ganz lieben Spenderinnen konnten wir Gerry die lange und so wichtige Behandlung ermöglichen und das Wunder geschah: Sein Vorderbein konnte erhalten bleiben!!!

VIELEN HERZLICHEN DANK an dieser Stelle an seine lieben Unterstützerinnen!

Mittlerweile hat sich Gerry super erholt, er lebt zusammen mit einem schüchternen Zeitgenossen in einem Zwinger im Tierheim, sicher untergebracht vor seinen „wilden“ Artgenossen. Gerry ist, trotz seiner Größe, ein zart beseideter Geselle, der keinerlei Konfrontation oder Streit sucht. Zudem kann er sich nicht wirklich wehren, wenn es ernst wird, deshalb kann er keinesfalls in eines der großen Rudel integriert werden – zu seinem eigenen Schutz - .

Dank seiner Gönnerin konnte er mittlerweile auch geimpft und ausreisefertig gemacht werden und wartet jetzt auf seine Chance.

Da unser Verein nicht selbst vermittelt, hoffen wir, dass einer unserer befreundeten Verein sich seiner annehmen wird.

Oder vielleicht verliebt sich auch mal ein ehrenamtlicher Helfer in ihn und adoptiert ihn direkt in Rumänien.


Gerry ist schon ein bißchen älter und wohl auch auf einem Auge erblindet. Sein Vorderbein zeigt noch große Narben, die ihn aber nicht behindern.


Unser Gerry hatte – trotz allem – Glück im Unglück und hat das Vertrauen zum Menschen NICHT verloren! Ein ganz liebenswerter, wunderbarer Hund!